Förderprogramme

Um dem Bildungsauftrag im Kindergarten gerecht zu werden, fördern wir die Kinder ganzheitlich. Das heißt:

Im sozial-emotionalen Bereich, im kognitiven, kreativen, motorischen und im ethisch-religiösen Bereich.

Die mathematischen Erfahrungen werden in erster Linie im Umgang mit Gegenständen und Dingen des täglichen Lebens und deren Merkmale gemacht – wie Form, Größe, Gewicht, Kennenlernen der Zahlen, Erfahrungen im Schätzen, Messen und Vergleichen.

Ferner haben wir uns zum Ziel gemacht, dass Vorschulkinder in spezifischen Bereichen zusätzlich gefördert werden.

So zum Beispiel im naturwissenschaftlichen Bereich durch diverse Versuche, im sprachlichen Bereich sowie im mathematischen Bereich.

Ab September werden die Vorschulkinder im mathematischen Bereich gezielt mit Hilfe des Konzepts „Entdeckungen im Zahlenland“ v. Prof. Preiß gefördert.

Das Projekt ist in 2 Einheiten (Zahlenland 1 u. Zahlenland 2) aufgegliedert.

„Entdeckungen im Zahlenland“ ist ein spezielles Konzept für frühe mathematische Bildung.

Dadurch wird Mathematik sinnvoll, erfolgreich, kindgerecht und mit viel Spaß für Kinder umgesetzt.

Die Vertrautheit der verschiedenen Aspekte der Zahlen, zu der wir den Kindern nach und nach verhelfen, wird dann fast unmerklich in erste Beispiele und Vorstellungen zum Rechnen münden.

Insbesondere mit Hilfe der Geometrie können die Kinder ein umfassendes Verständnis von Zahlen und ihrer Eigenschaften erlangen.

Das Projekt findet gruppenübergreifend statt, d.h., Vorschulkinder aus zwei Gruppen erarbeiten gemeinsam mit zwei Erzieherinnen eine Einheit und führen diese durch.

Eine Einheit dauert jeweils 5 Wochen.

Die Vorschulkinder verbringen mit den Erzieherinnen immer an zwei Tagen in der Woche eine Stunde im „Zahlenland“.

Vor beginn einer jeden Einheit werden die Eltern informiert.

Das Sprechen lernen beginnt am Tag der Geburt – oder sogar schon vorher.

Aber kein Kind lernt es alleine – zum Sprechen gehören mindesten zwei!

Die Eltern sind von Natur aus die besten Sprachlehrer ihrer Kinder.

Eltern sollten deshalb alle Talente nützen, um schon vom ersten Tag an mit ihrem Kind ins Gespräch zu kommen. So wird der Grundstein für die Kommunikation gelegt und Sprachförderung beginnt.

Dennoch nehmen die Sprachstörungen zu und dies wird verstärkt auf den Wandel unserer Gesellschaft zurück geführt.

Die Spiel und die Bewegungsräume der Kinder sind enger geworden und die neuen Medien verführen eher zum Schauen statt zum Sprechen.

Im Kindergarten hat deshalb die Sprachförderung, und das nicht erst seit der Pisastudie, einen sehr hohen Stellenwert.

Durch die vielfältigen Formen der gesamten Kindergartenarbeit wird die Sprachentwicklung des Kindes gezielt gefördert.

Spielerisch und ganz automatisch wird die Sprache bei Tischspielen, Rollenspielen in  den unterschiedlichen Spielecken, Bastelarbeiten und Sing- und Bewegungsspielen gefördert.

Die Kinder müssen Sprache erleben, hören, sehen, fühlen und schmecken dürfen.

Alle Vorschulkinder werden zusätzlich mit einem speziell für Kindergartenkinder entwickelten Programm (Würzburger Trainingsprogramm) gefördert.

So können eventuelle Sprachdefizite frühzeitig erkannt und meist auch behoben werden.

Dazu gehen die Kinder mehrmals in der Woche mit einer Erzieherin für ca. 20 Minuten in einen separaten Raum, um spielerische Sprachübungen zu machen.

Das Programm erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. 3 Monaten.

Das „Trainingsprogramm zur phonologischen Bewusstheit“ besteht aus Spielen und Übungen zu 5 verschiedenen Bereichen, die Inhaltlich aufeinander aufbauen.

Das Programm beginnt mit Lauschspielen, wodurch das Gehör der Kinder für Geräusche in ihrer Umgebung geschult wird.

In der 2. Einheit werden Reime eingeführt.

Die Kinder werden in der 3. Einheit mit den Konzepten Satz und Wort vertraut gemacht und lernen dabei, dass gesprochene Sätze sich in kleinere Einheiten zerlegen lassen.

Die 4. Trainingseinheit befasst sich mit Silben. Die Kinder lernen durch Klatschen und rhythmisches Sprechen, die akustische Einheit von Silben wahrzunehmen.

Die 5. Einheit widmet sich der Identifikation von Anlauten in Wörtern.

Wichtig:

Fachkräfte wie Logopäde und Ergotherapeut können wir dennoch nicht ersetzen, und verweisen Sie bei stärkeren Sprachdefiziten nach wie vor an die Fachdienste.

 

Weise mich nicht im Beisein anderer zurecht, wenn es sich vermeiden lässt!
Ich werde deinen Worten mehr Bedeutung schenken, wenn du mit mir leise und unter vier Augen sprichst.

12 Forderungen eines Kindes an seine Eltern
von Lucia Feider