Pädagogischer Ansatz

Eingewöhnung

Unser Kontakt mit den Eltern und Kindern beginnt bereits vor der Aufnahme in den Kindergarten. Am Tag der offenen Tür haben Sie die Möglichkeit, alle Räumlichkeiten und das Personal kennen zu lernen.

Die Eingewöhnung ist eine wichtige Phase für Kinder, Eltern und Erzieherinnen.

Achten Sie auf die Teilnahme am Informationsabend und den Besuch des Schnuppertages, an dem Ihr Kind seine künftige Gruppe vorab für ein paar Stunden besuchen darf.

Ermöglichen Sie Ihrem Kind bei Bedarf einen stufenweisen Einstig und steigern in der ersten Woche  langsam die  tägliche Betreuungszeit.

Das „Spiel“ ist die ureigenste Ausdrucksform des Kindes.

Von Anfang an setzt es sich spielerisch mit sich selbst und seiner Umwelt auseinander.

Im Laufe seiner ersten Lebensjahre lernt das Kind, ebenfalls spielerisch,

das Leben vereinfacht und symbolisch in Ausschnitten nachzuahmen,

seine Alltagseindrücke schöpferisch zu verarbeiten und sich das Leben mit eigenen Mitteln greifbar zu machen.

Das Spiel eines Kindes verändert sich je nach Alter, Entwicklungsstand, Interessen und den persönlichen Bedürfnissen.

Je älter ein Kind ist, desto komplexer entwickeln sich die Spielformen.

Es ist wichtig zu wissen, dass Spielen und Lernen ganz eng zusammen gehören, miteinander verknüpft sind.

Im Zusammenspiel mit anderen Kindern wachsen Kinder in eine Gesellschaft hinein, erwerben Kompetenzen und eigene Persönlichkeiten.

Sie lernen Regeln und Grenzen zu akzeptieren, und das alles „spielend“.

Die Entwicklung des Spielverhaltens hängt ebenso wie die Lernfähigkeit von vielen gleichen Faktoren ab, so insbesondere von den Spielmaterialien.

Außerdem ist es wichtig den Kindern Freiräume zu schaffen, gleichzeitig Gelegenheiten  zu bieten, in denen das Kind lernt sich selber zu organisieren, seine Zeit zu gestalten, Neues kennen zu lernen.

In sehr gut ausgestatteten Gruppenräumen, einer großen Turnhalle, in einem schönen Garten und einem Werkraum haben die Kinder die Möglichkeit sich zu entfalten.

Freie Spielprozesse sind immer auch Lernprozesse, denn Kinder lernen durch Spielen.

Musik – Rhythmik

Musizieren entwickelt bei den Kindern nicht nur die Feinheiten des Gehörs und die Beherrschung von Stimme oder Instrument, sondern hat auch eine positive Wirkung auf Geist und Seele des Kindes.

Musik fördert die kindliche Intelligenz und die persönliche Ausgeglichenheit.

Dies geschieht z.B. durch:

Gemeinsames Singen und Musizieren; Erlernen von Reimen; Nachklatschen von verschiedenen Rhythmen; Malen nach Musik; Klanggeschichten musikalisch gestalten; Musikstücke verschiedenster Art anhören und nachahmen.

Umwelt - Natur

Die Natur ist für die Kinder ein einzigartiger Erfahrungs- und Erlebnisraum. Sie regt  zum Lernen mit allen Sinnen an und die Kinder entwickeln ein Empfinden für die natürliche und schöne Umgebung.

Die Kinder unserer Einrichtung haben dank der zentralen, naturnahen Lage die Möglichkeit, ihren natürlichen Bewegungsdrang ungehindert auszuleben.

So werden von allen Gruppen spontane aber geplante Wiesen- und Waldwanderungen unternommen.

Spaziergänge, kleine und manchmal auch größere Wanderungen führen uns z.B. zu den Familien der Kinder, zu örtlichen Einrichtungen und Betrieben oder auf riesige Wiesen, zu kleinen Bächlein und Weihern, zu Viehweiden, Bauernhöfen oder kleinen Gehölzen und größeren Wäldern.

Gesundheit

Ein weiteres Ziel ist es, den Kindern die Eigenverantwortung für den eigenen Körper zu vermitteln.

Dies bedeutet z.B., dass die Kinder lernen

  • sich dem Wetter entsprechend zu kleiden
  • selbstständig auf Sonnenschutz zu achten
  • beim Spielen/Turnen/Klettern den Körper nicht zu überfordern
  • auf  Körperpflege und Hygiene zu achten
  • Regeln einzuhalten, um Verletzungen zu vermeiden (z.B. beim Kochen, Experimentieren)
  • auf gesunde Brotzeit zu achten und gemeinsam Frühstücksfeste vorzubereiten

Zudem besuchen die Vorschulkinder verschiedene Arztpraxen (Zahnarzt, Allgemeinarzt) und hören Vorträge vom Fachpersonal (Dr. Willer) zu gesunder Ernährung.

Das Freispiel

Die meiste Zeit des Tages verbringt das Kind beim Spielen.

Wir verstehen darunter jegliche vom Kind gewählte Aktivität.

Das heißt:

Das Kind entscheidet selbst, wo, was und mit wem es wie lange spielen möchte.

Hierbei sammelt es Erfahrungen durch Nachahmen, Beobachten, Informationen und knüpft soziale Kontakte - es lernt!

Für dieses freie Spiel stehen den Kindern in den Räumen verschiedene Bereiche zu Verfügung.

z.B. Puppenecke, Malecke, Bauecke, Kaufladen, kleines Spielzimmer, usw.

Darüber hinaus stehen den Kindern verschiedene Spielmaterialien wie z.B. Regelspiele, Legos, Puzzle und vieles mehr zur Verfügung.

Die Kinder erhalten durch das interessante Umfeld im Gruppenraum, aber auch im Gartenbereich Impulse und Möglichkeiten zum gemeinschaftlichen oder allgemeinen Spiel.

Durch die freie Entscheidung, die Wahl des Spielmaterials und des Spielpartners können die Kinder individuell ihre Persönlichkeit entfalten.

Wird Hilfe benötigt, sind die Erzieherinnen zur Stelle.

Sie sind stets wichtige Ansprechpartner für die Kinder, geben Spielimpulse, fördern und begleiten sie.

Während der Freispielzeit bietet das pädagogische Fachpersonal auch gezielte Beschäftigungen an (Bilderbuchbetrachtung, Turnen, Werken, usw.)

Das gemeinsame Aufräumen beendet das Spiel im Gruppenraum.

Eine außerordentlich wichtige und reizvolle Freispielzeit ist der Aufenthalt in unserem Gartenbereich zu jeder Jahreszeit.

„Papilio“

Eine unserer Papilio - Maßnahme ist „Paula und die Kistenkobolde.“

Hintergrund der Geschichte um Paula und die Kobolde ist, dass sich die Kinder intensiv mit den Gefühlen Traurigkeit, Angst, Wut und Freude auseinander setzen.

Die Kinder treten mit Heulibold, Bibberbold, Zornibold und Freudibold anhand von Liedern, Geschichten, Marionetten… in Kontakt und erfahren, wie es ist, seine eigenen Gefühle und die der anderen kennen zu lernen und damit umzugehen.

Um sicher zu gehen, dass die Kinder die Maßnahme verstanden und verinnerlicht haben, bedarf es vieler Gesprächsrunden

Die Ziele von „Paula und den Kistenkobolden“ sind:

  • Ganz selbstverständlich nehmen Kinder ihre Gefühle und die der anderen wahr und verstehen sie.
  • Die Kinder sind fähig, ihre Gefühle verbal und nonverbal auszudrücken.
  • Die Kinder können ihre Gefühle regulieren.
  • Die Kinder gehen mit Gefühlen anderer angemessen um.

Wir führen die Einheit auf mehrere Wochen verteilt in den Gruppen durch. Anschließend integrieren wir die Inhalte über Gespräche und andere Methoden in den Gruppenalltag. Bilder der Kobolde werden im Gruppenraum aufgehängt und die Kinder können, entsprechend ihrem eigenen momentanen Gefühl, ihr Foto anbringen oder das eines anderen Kindes.

Besonders während dieser Maßnahme lernen die Kinder sich selbst zu mögen und zu akzeptieren. Sie beginnen, kritisch und kreativ zu denken, sowie durchdachte Entscheidungen zu treffen.

Probleme können nun erfolgreich gelöst, Gefühle und Stress bewältigt werden.

Verwöhne mich nicht!
Ich weiß genau, dass ich nicht alles bekommen kann. Ich will dich nur auf die Probe stellen.

12 Forderungen eines Kindes an seine Eltern
von Lucia Feider